Vitamin D Bestimmung

Unter dem Begriff Vitamin D lässt sich eine Gruppe von verschiedenen soffwechselaktiven Vitaminen zusammenfassen. Die wichtigsten Vertreter sind Vitamin D3 (Cholecalciferol), Vitamin D2 (Ergocalciferol), 25-OH-Vitamin D3 (Calcidiol) und 1,25-(OH)2-Vitamin D3 (Calcitriol: wichtigste metabolisch aktive Form).

 

Der menschliche Körper ist in der Lage Vitamin D aus körpereigenen Vorstufen selbst herzustellen.

Für diesen Vorgang ist jedoch eine ausreichende Menge UV-Licht nötig. Die Strahlungsintensität reicht in unseren Breiten jedoch nur von April bis Oktober in der Mittagszeit aus, um Vitamin D zu produzieren. Dazu ist es notwendig mindestens 20% der Haut an wenigstens drei Tagen in der Woche für 30 Minuten bescheinen zu lassen.

 

Die Anwendung von Sonnencreme verhindert zusätzlich, dass genügend UV-Licht die tieferen Hautschichten gelangt um die Produktion von Vitamin D zu gewährleisten. Daraus ergibt sich eine Abwägung zwischen Sonnenbrandrisiko und ausreichender Vitamin D Produktion.

Des Weiteren ist die körpereigene Produktion abhängig von Magnesium und Vitamin C.

 

Vitamin D lässt sich auch über die Nahrung aufnehmen. Den höchsten Vitamin D gehalt kann man in fettem Seefisch (z.B. Dorsch: Lebertran, Makrele) nachweisen. Dieser sollte idealerweise drei mal wöchentlich konsumiert werden.

 

Bedingt durch den modernen Lebensstil (Büroarbeit, Fast-Food, wenig Bewegung) und den relativ niedrigen Sonnenstand in Deutschland haben Experten zufolge circa 60% aller Menschen hierzulande einen zu niedrigen Vitamin D Status.

Zusätzlich besteht bei Risikogruppen wie z.B. älteren Menschen, Säuglingen, Frühgeborenen, Kleinkindern, Schwangeren und stillenden Müttern, Übergewichtigen und bettlägerigen Patienten ein erhöhter Bedarf an Vitamin D.

 

 

Auch chronische Erkrankungen wie z.B. Alzheimer, Arthrose, Asthma bronchiale, COPD, Diabetes mellitus I und II, Herzinsuffizienz, HIV, Hypoparathyreoidismus, Influenza (Grippe), Lebererkrankungen, Multiple Sklerose, Niereninsuffizienz, Psoriasis (Schuppenflechte), rheumatoide Arthritis bedingen einen erhöhten Bedarf an Vitamin D.

 

Ein Mangel an Vitamin D lässt sich nicht sofort erkennen.

Es gibt jedoch einige Symptome, die auf einen möglichen Vitamin D Mangel schließen lassen:

  • Erhöhte Infektanfälligkeit (z.B. Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung)
  • Depressive Verstimmung (Winterdepression)
  • Verminderte Fruchtbarkeit
  • Müdigkeit
  • Schwäche
  • Schlafstörungen

Um eindeutige Klarheit darüber zu erhalten, ob ein echter Vitamin D Mangel vorliegt, ist es ratsam den Blutwert zu bestimmen.

Anhand dieses Wertes lassen sich Therapieempfehlungen ableiten und der Vitamin D Spiegel auf ein gesundes Maß anheben.

 

Zur Bestimmung des Vitamin D Status wird der Wert des Calcidiols herangezogen.

Diesen Wert können wir durch die Entnahme einer kleinen Menge Kapillarblut (aus dem Finger) im Labor bestimmen lassen.

 

Sobald der Laborwert vorliegt besprechen wir das Ergebnis mit Ihnen und sprechen gegebenenfalls eine Therapieempfehlung aus. Ein moderater Vitamin D Mangel ist sehr verbreitet, lässt sich aber sehr gut behandeln.

 

Vereinbaren Sie direkt einen Termin um Ihren Vitamin D Spiegel bestimmen zu lassen.

Wir bestimmen Ihren Vitamin D Status, erklären Ihnen das Ergebnis und geben Ihnen, falls nötig, Empfehlungen für eine sinnvolle Ergänzung von Vitamin D.

 

Alexander Stüwe

Apotheker

 

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Quellen:

https://www.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-162011/mangel-ist-weit-verbreitet/

Gröber, Mikronährstoffe, 3. Auflage